Der Verkauf einer Immobilie gehört zu einer der größten finanziellen Entscheidungen in unserem Leben. Ob es sich um ein geerbtes Elternhaus, eine vermietete Eigentumswohnung oder die eigene Wohnimmobilie handelt – in allen Fällen stellt sich die zentrale Frage: „Wie viel ist meine Immobilie wert?“ Eine realistische, marktorientierte Immobilienbewertung ist der Grundstein für einen erfolgreichen Verkaufsprozess.
Viele Eigentümer tappen in eine der folgenden Fallen:
Das Problem: Ein unrealistischer Startpreis kann dazu führen, dass die Immobilie „am Markt verbrennt“. Sie wird zu lange inseriert und muss letztlich weit unter Wert verkauft werden.
Eine professionelle Immobilienbewertung bietet die notwendige Orientierung, um von Anfang an selbstbewusst und fundiert in den Verkaufsprozess zu gehen. Sie schafft Transparenz, verhindert Preisverhandlungen auf unsicherer Basis und erhöht die Chancen auf einen zeitnahen Verkauf zum bestmöglichen Preis.
Der Verkaufspreis ist der Betrag, zu dem eine Immobilie tatsächlich den Eigentümer wechselt. Er wird im notariellen Kaufvertrag festgehalten und ist das Ergebnis aus Angebot, Nachfrage und Verhandlung. Wichtig zu verstehen: Der Verkaufspreis ist nicht zwingend identisch mit dem ursprünglich festgelegten Angebotspreis.
Käufer haben in der Regel ein Interesse daran, den Preis zu senken, während Verkäufer den möglichst höchsten Erlös erzielen wollen. Daraus ergibt sich eine natürliche Verhandlungsspanne. In starker Marktlage kann es sogar zu einem Verkauf über dem Angebotspreis kommen, während in schwachen Phasen oftmals Preisnachlässe erforderlich sind.
Der Angebotspreis ist der Startpreis einer Immobilie am Markt. Er wird vom Eigentümer oder Makler festgelegt und bildet die Grundlage für alle Marketingmaßnahmen: Inserate, Exposés, Onlineplattformen, Besichtigungen.
Der Verkaufspreis hingegen ist quasi das Endergebnis. Er reflektiert die tatsächlich gezahlte Summe, die Käufer und Verkäufer nach Verhandlung vereinbaren. Dieser kann unter oder über dem Angebotspreis liegen.
Ein zu hoch angesetzter Angebotspreis schreckt Interessenten ab. Eine Immobilie, die zu lange am Markt sichtbar ist, wird zunehmend uninteressanter und lässt auf versteckte Mängel schließen. Umgekehrt verschenkt ein zu niedriger Preis potenziellen Gewinn.
Unser Tipp: Der Angebotspreis sollte stets auf Basis einer professionellen Immobilienbewertung festgelegt werden – nicht aus dem Bauch heraus.
Die Bewertung einer Immobilie ist ein komplexer Vorgang. Viele verschiedene Faktoren müssen berücksichtigt werden. Man unterscheidet zwischen äußeren (Markt, Lage) und inneren (Zustand, Ausstattung) Faktoren:
Diese Vielzahl an Einflussfaktoren macht es unmöglich, den Immobilienwert nur allein durch einen Online-Rechner exakt zu bestimmen. Eine professionelle Wertermittlung unter Einbeziehung dieser Aspekte ist unerlässlich.
In der Immobilienbewertung haben sich drei standardisierte Verfahren etabliert:
Hierbei wird Ihre Immobilie mit vergleichbaren Objekten in der Region verglichen. Besonders geeignet für Wohnungen oder Einfamilienhäuser in standardisierten Wohnlagen. Grundlage sind tatsächlich erzielte Verkaufspreise.
Wird bei vermieteten Immobilien angewendet. Es berücksichtigt die zukünftigen Erträge (z. B. Mieten) und zieht diese zur Berechnung heran. Relevanter bei Renditeobjekten oder Gewerbeimmobilien.
Vor allem bei selbst genutzten Immobilien ohne direkte Vergleichswerte. Es basiert auf dem Wert von Grundstück und baulicher Substanz abzüglich Alterswertminderung.
Ein erfahrener Immobilienmakler wendet oft eine Kombination dieser Verfahren an, ergänzt um regionale Kenntnisse und aktuelle Marktanalysen.
Online-Tools zur Immobilienbewertung erfreuen sich großer Beliebtheit. Mit wenigen Klicks erhalten Eigentümer eine erste Einschätzung zum Immobilienwert. Diese Tools basieren in der Regel auf Vergleichsdaten aus Kaufpreissammlungen und statistischen Modellen.
Vorteile:
Grenzen:
Unser Tipp aus der Praxis: Nutzen Sie Online-Tools als groben Richtwert, aber verlassen Sie sich nicht ausschließlich darauf. Für den Verkauf ist eine individuelle Immobilienbewertung durch einen Experten unverzichtbar.
Nicht alle wertbeeinflussenden Faktoren lassen sich verändern – die Lage ist z. B. unveränderlich. Doch durch gezielte Maßnahmen können Eigentümer Einfluss auf den erzielbaren Preis nehmen.
Auch Home-Staging – also das gezielte Herrichten einer Immobilie für Besichtigungen – hat sich bewährt. Studien zeigen, dass inszenierte Immobilien schneller und oft zu einem höheren Preis verkauft werden.
Wichtig: Nicht jede Investition lohnt sich. Lassen Sie sich von einem Makler beraten, welche Maßnahmen in Ihrem Fall sinnvoll sind.
Viele Eigentümer bewerten ihre Immobilie emotional. Erinnerungen, Mühe und investierte Zeit fließen unbewusst in die Preisvorstellung ein. Käufer hingegen betrachten die Immobilie nüchtern als Produkt mit Stärken und Schwächen.
Die Diskrepanz zwischen emotionalem Wert und Marktwert ist einer der häufigsten Gründe, warum Immobilien zu lange am Markt bleiben. Hier hilft die neutrale Einschätzung eines Maklers oder Sachverständigen, um emotionale Faktoren von realen Marktwerten zu trennen.
Die Immobilienpreise werden auch in Zukunft von makroökonomischen Faktoren beeinflusst.
Für Verkäufer bedeutet das: Wer seine Immobilie energetisch modernisiert und marktgerecht anbietet, hat auch in schwankenden Marktphasen bessere Verkaufschancen.
Die richtige Preisstrategie entscheidet über Erfolg oder Misserfolg beim Immobilienverkauf. Eine fundierte Immobilienbewertung liefert das nötige Fundament, um Ihre Immobilie weder unter Wert zu verkaufen noch am Markt zu verlieren.
Nutzen Sie die Erfahrung unserer Profis, um Ihre Immobilie professionell zu positionieren und den optimalen Verkaufspreis zu erzielen.
BUTTON: BERATUNGSGESPRÄCH VERENBAREN
Ein guter Verkauf beginnt mit dem richtigen Preis. Wir helfen Ihnen dabei, ihn zu finden.